Menü öffnen / schließen

Innovative und umweltfreundliche Fernwärme für Senden

01.04.2025

Einweihung Energiezentrale Wullenstetten

Innovative und umweltfreundliche Fernwärme für Senden

Bereits seit Oktober 2024 liefert die modular aufgebaute Energiezentrale Am Stadtpark in Wullenstetten umweltfreundlich erzeugte Wärme für das Wohnquartier „Wohnen am Stadtpark“ und das angrenzende Schulzentrum in Senden. Am 11. April 2025 laden die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm ab 11.30 Uhr zur feierlichen Einweihung der Anlage ein. Ebenfalls herzlich eingeladen sind neben der ersten Bürgermeisterin der Stadt Senden Claudia Schäfer-Rudolf, Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung und dem Fernwärmebeirat auch Bürgerinnen und Bürger. Die Begrüßung und Information über das Projekt übernimmt Bernd Adolph, Geschäftsführer der SWU Energie. Im Anschluss gibt Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf einen Überblick über die Wärmewende und das Thema Fernwärme in Senden. Ab 12.15 Uhr erhalten Interessierte die Gelegenheit, die neue Energiezentrale bei einer Führung zu besichtigen. Die Möglichkeit einer Besichtigung besteht bis zum Ende der Veranstaltung um 14.30 Uhr.

 

Bereits im Vorfeld der Einweihung beschreibt Bernd Adolph das Projekt: „Die Energiezentrale am Stadtpark leistet einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen und unterstreicht die Bedeutung moderner, ressourcenschonender Technologien für eine nachhaltige Zukunft.“

 

Innovation trifft auf Effizienz

 

Herzstück der Anlage sind zwei Holz-Pelletkessel mit einer thermischen Leistung von jeweils 350 kW. Ergänzt wird das System durch ein modernes Blockheizkraftwerk (BHKW), das mittels Kraft-Wärme-Kopplung in einem hocheffizienten Motor gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt und damit maßgeblich zur Fernwärmeproduktion beiträgt.

 

Für eine zuverlässige Wärmeversorgung auch in Spitzenlastzeiten oder bei Ausfällen einzelner Erzeuger wurde zusätzlich ein Erdgaskessel mit einer Leistung von 1.950 kW installiert. Diese innovative Kombination verschiedener Technologien ist das Ergebnis der anspruchsvollen Anforderungen der Wärmewende und stellt eine zukunftsweisende Lösung dar. Außerdem bietet Sie aufgrund der verschiedenen verfügbaren Energieträger eine höhere Flexibilität in der Erzeugung als herkömmliche, rein konventionelle Erzeugungsanlagen.

 

Das Wohnquartier und das Schulzentrum sollen in wenigen Jahren an das Fernwärme-Verbundnetz Neu-Ulm/Senden angeschlossen werden. Dies wurde bei der Planung berücksichtigt und ist mitunter ein Grund, weshalb die Zentrale in Modulen aufgebaut wurde. So können die einzelnen Elemente der Erzeugungsanlagen und der Anlagenperipherie je nach Bedarf angepasst, zurückgebaut oder ressourcenschonend an einen anderen Ort versetzt werden. Der modulare Aufbau der Erzeugungsanlage war auch ein zentrales Element, dass dafür gesorgt hat, dass der äußerst ambitionierte Zeitplan, der auf eine Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage im Oktober 2024 abzielte, eingehalten werden konnte.

 

Der nachhaltige Charakter der Anlage zeigt sich besonders in der Zusammensetzung der erzeugten Wärme: Über 70 % stammen aus Erneuerbaren Energien, etwa 20 % aus Kraft-Wärme-Kopplung und nur maximal 10 % entfallen auf den Erdgaskessel. Dank dieser hohen Effizienz und Umweltfreundlichkeit wurde das Projekt im Rahmen der „Bundesförderung für effiziente Wärmenetze“ gefördert.

Zurück